15.06.16 10:49 Alter: 3 Jahre

Hochwasserschutz für die Stadt Oldenburg in Verbindung mit der Bewirtschaftung der Hunte – Polder

Rubrik: BWK

Die BWK – Bezirksgruppe Oldenburg hatte am 09.06.2016 zu einem Fachvortag mit Exkursion über das Thema Hochwasserschutz für die Stadt Oldenburg in Verbindung mit der Bewirtschaftung  der Hunte – Polder eingeladen. Für die Veranstaltung stellte der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) den Besprechungsraum auf der Kläranalage Oldenburg, die sich in unmittelbarer Nähe des Polderraumes befindet, dankenswerterweise zur Verfügung.
Herr Dipl.-Ing. Reinhard Hövel vom OOWV stellte als Erstes in einer kurzen Einführung die gerade abgeschlossene Neustrukturierung des OOWV in insgesamt 7 Regionaldirektionen vor. Dabei ging er insbesondere auf die umfangreichen Aufgaben und räumlichen Dimensionen des Verbandes ein, die die Einrichtung starker Regionaldirektionen erfordern.

Als Referenten für den eigentlichen Fachvortrag konnten Herr Dipl.-Ing. Volker Knuth vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten-, und Naturschutz (NLWKN) sowie Herr Verbandsvorsteher Jürgen Büsing von der Moorriem – Ohmsteder Sielacht gewonnen werden.


Der Hochwasserschutz für die Stadt Oldenburg an der Hunte hängt maßgeblich mit der Bewirtschaftung der Huntepolder zusammen, die ein Speichervolumen von 26 Mio cbm Wasser aufweisen und mittels diverser Überlaufstrecken systematisch im Hochwasserfall gefüllt werden.
Vor Inbetriebnahme des Huntesperrwerks in Elsfleth drang das Sturmfluthochwasser aus der Nordsee über die Weser in die Hunte und bedrohte regelmäßig das Stadtgebiet in Oldenburg.
Aufgrund diverser Sturmflutereignisse wurde letztendlich das Huntesperrwerk im Verbund mit anderen Sperrwerken (Ochtum und Lesum) nach mehrjähriger Bauzeit im Jahr 1978 in Betrieb genommen. Bis zur Inbetriebnahme des Sperrwerks dienten die Polder in erster Linie zur Aufnahme des „Sturmflutwassers“ aus der Nordsee. Seit der Inbetriebnahme haben
die Polder die Aufgabe, das ankommende Oberwasser aus dem Einzugsgebiet der Hunte, die südlich des Wiehengebirges ihre Quelle hat, bei geschlossenem Sperrwerk aufzunehmen.
Nach der theoretischen Einführung in die Thematik lud Herr Büsing zu einer hochinteressanten Busrundfahrt in das Poldergebiet ein. Die BWK – Bezirksgruppe Oldenburg bedankt sich ausdrücklich bei Herrn Knuth und Herrn Büsing für die absolut gelungenen Vorträge und Erläuterungen.


Vielen Dank.
Gez. Matthias Stöver
(Bezirksgruppenvorsitzender)

Teilnehmer